Beschwerden und Erkrankungen der Wirbelsäule gezielt behandeln

Wir behandeln Beschwerden entlang der gesamten Wirbelsäule

Moderne und wirksame Therapien für Ihre Wirbelsäule

Wirbelsäulenbeschwerden können sich in Form von Rückenschmerzen, Nervenschmerzen, Kribbeln, Taubheit oder Muskelschwäche zeigen. Nach einer sorgfältigen Abklärung wählen wir gemeinsam die passende Therapie aus. Diese reicht von konservativen Methoden bis zu minimalinvasiven Wirbelsäulenoperationen.

Wir hören Ihnen zu, untersuchen Sie gezielt und setzen bei Bedarf Bildgebung oder diagnostische Infiltrationen ein. So stellen wir eine klare, nachvollziehbare Diagnose, die die Grundlage für Ihre Behandlung bildet.

Sorgfältige Abklärung und Untersuchung       

Wir bieten gezielte interventionelle Schmerztherapie und minimalinvasive Operationen, um Rückenschmerzen und Wirbelsäulenerkrankungen sicher und effektiv zu behandeln.

Gezielte und effektive Behandlungen

Klare Abläufe und eine strukturierte Nachsorge begleiten Ihre Behandlung. Mithilfe des COMI-Fragebogens erfassen wir Ihre Beschwerden und machen den Behandlungserfolg nachvollziehbar.

Strukturierte Abläufe und Qualitätssicherung

Konservative Therapie bei Rückenschmerzen

Viele Beschwerden lassen sich ohne Operation behandeln. Reichen Physiotherapie oder Medikamente nicht aus, setzen wir Infiltrationen unter Röntgenkontrolle ein – mit Kortison, Eigenblut/Plasma (ACP/PRP) oder gezielter Wärmetherapie (Radiofrequenz). Diese schonenden Verfahren lindern Rückenschmerzen gezielt und helfen dabei, die Ursache Ihrer Beschwerden besser zu erkennen.

Wirksame, sanfte und individuelle Hilfe ohne Operation

  • Bei Infiltrationen handelt es sich um gezielte Injektionen in schmerzende Wirbelgelenke oder gereizte Nerven, die wir unter Röntgenkontrolle durchführen. Je nach Befund verabreichen wir ein entzündungshemmendes Medikament (Kortison). Die Behandlung ist schonend und kann Schmerzen oft rasch lindern. Gleichzeitig hilft sie uns, die genaue Ursache Ihrer Beschwerden besser zu verstehen.

  • Für die ACP/PRP-Therapie entnehmen wir Ihnen etwas Blut, bereiten es auf und spritzen das konzentrierte Plasma anschliessend unter Röntgenkontrolle an die schmerzende Stelle. Die Behandlung ist rein biologisch, kommt ohne Kortison aus und wird sehr gut vertragen. Sie kann die Heilung unterstützen, wird aber nicht von den Krankenkassen übernommen.

  • Bei der Radiofrequenztherapie werden schmerzleitende Nerven mithilfe feiner Sonden gezielt erwärmt und dadurch beruhigt. Die minimalinvasive Behandlung wird unter Röntgenkontrolle durchgeführt und ist seit vielen Jahren gut bewährt. Sie kann chronische Rückenschmerzen deutlich lindern, insbesondere dann, wenn andere Therapien nicht ausreichend geholfen haben.

Wirbelsäulenoperation

Minimalinvasive und effektive Wirbelsäulenchirurgie

Manchmal lässt sich eine Operation nicht vermeiden. Wir empfehlen sie jedoch nur, wenn sie wirklich sinnvoll ist. Wir decken ein sehr breites Spektrum der Wirbelsäulenchirurgie ab und führen die Operationen in der Hirslanden Klinik Stephanshorn durch. Wann immer möglich, setzen wir auf minimalinvasive Verfahren, die das Gewebe schonen und eine schnelle Erholung ermöglichen. Zu den häufigsten Eingriffen gehören:

  • Bei einem Bandscheibenvorfall wird der auf den betroffenen Nerv drückende Teil der Bandscheibe minimalinvasiv entfernt. Das umliegende Gewebe bleibt dabei weitgehend geschont. Dadurch lassen die ausstrahlenden Arm- oder Beinschmerzen in der Regel schnell nach und Sie können sich rasch erholen und in Ihren Alltag zurückkehren.

  • Bei einer Spinalkanalstenose wird der eingeengte Nervenraum gezielt erweitert, ohne dass Gewebe entfernt werden muss. Dadurch erhält der betroffene Nerv wieder mehr Platz, der Druck nimmt ab und Arm- oder Beinschmerzen sowie Gangunsicherheit können deutlich gelindert werden. Der Eingriff ist minimalinvasiv und sehr präzise.

  • Bei Instabilitäten oder ausgeprägten Abnutzungen der Wirbelgelenke und Bandscheiben kann eine Stabilisierung der Wirbelsäule sinnvoll sein. Dabei werden die betroffenen Wirbelsegmente mithilfe von Schrauben und Verbindungselementen fixiert, wobei moderne Navigationstechniken zum Einsatz kommen. So erhalten die Nerven wieder Ruhe und Rücken- oder Beinschmerzen können deutlich gelindert werden.

  • Bei schmerzhaften Wirbelbrüchen durch Osteoporose kann stabilisierender Knochenzement minimalinvasiv in den betroffenen Wirbel eingebracht werden. Dadurch wird der Wirbel gestützt, die Schmerzen lassen in der Regel schnell nach und die Beweglichkeit verbessert sich in der Regel ebenfalls rasch. Das Verfahren ist schonend und sehr sicher.

Möchten Sie einen Termin mit unserem Wirbelsäulenspezialisten vereinbaren? Wir beraten Sie gerne persönlich und besprechen mit Ihnen die passenden Behandlungsmöglichkeiten.

Sie wünschen eine unabhängige Zweitmeinung? Auch hierfür stehen Ihnen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Häufige Fragen

Konservative Therapie

  • Die meisten Patienten verspüren lediglich einen kurzen Druck oder ein leichtes Brennen. Die Behandlung dauert nur wenige Minuten und wird in der Regel sehr gut vertragen. Infiltrationen führen wir ambulant in unserer Praxis durch.

  • Bei vielen Patienten stellt sich innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen eine Besserung ein. Die Wirkung kann je nach Ursache mehrere Wochen bis Monate anhalten. Sollte die Infiltration nicht den gewünschten Effekt erzielen, ist das dennoch hilfreich für uns, da wir die Schmerzursache dadurch gezielter eingrenzen können. Gemeinsam können wir dann den nächsten sinnvollen Behandlungsschritt planen.

  • Alle Verfahren sind sehr sicher, schwere Komplikationen sind äusserst selten. Kurzfristige Einstichschmerzen, Blutergüsse oder leichte Reizungen sind jedoch möglich. Bei Nerveninfiltrationen kann es durch das Lokalanästhetikum vorübergehend zu einem abgeschwächten Gefühl oder einer leichten Kraftminderung kommen, ähnlich wie nach einer Betäubung beim Zahnarzt. Blutverdünner müssen in Absprache mit dem Wirbelsäulenchirurgen gegebenenfalls pausiert werden. Bei Kortison-Infiltrationen können selten Blutdruckschwankungen oder Gesichtsrötungen auftreten.

  • Je nach Befund reicht oft bereits eine einzige Infiltration aus. In manchen Fällen sind zwei bis drei Behandlungen im Abstand von vier bis sechs Wochen sinnvoll. Diese Entscheidung treffen wir individuell und sehr zurückhaltend. Wenn eine Infiltration zweimal gut und zuverlässig geholfen hat, können als nächste Schritte eine Eigenbluttherapie (ACP/PRP) oder eine Radiofrequenztherapie geplant werden. Diese Verfahren erzielen häufig eine längere Wirkungsdauer.

  • In der Regel können Sie sich direkt nach der Behandlung wieder normal bewegen. Eine leichte Schonung am Behandlungstag ist sinnvoll. Sport oder körperlich schwere Arbeit sollten Sie für ein bis zwei Tage vermeiden.

Operative Wirbelsäulentherapie

  • Eine Operation ist sinnvoll, wenn starke Rückenschmerzen oder ausstrahlende Nervenschmerzen trotz konservativer Therapie bestehen bleiben oder ein Nerv durch einen Bandscheibenvorfall oder eine Spinalkanalstenose deutlich eingeengt ist. Auch bei Lähmungserscheinungen oder schmerzhaften osteoporotischen Wirbelbrüchen kann eine schnelle Operation erforderlich sein.

  • Vor jeder Operation prüfen wir alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten: Dazu zählen Physiotherapie, Schmerzmedikamente, Infiltrationen unter Röntgenkontrolle, Eigenbluttherapie (ACP/PRP) sowie Radiofrequenztherapie. Eine Operation empfehlen wir nur, wenn diese Behandlungen nicht ausreichend helfen oder eine relevante Nervenkompression vorliegt.

  • Ihre Operation wird von erfahrenen Wirbelsäulenspezialisten durchgeführt. Dank der modernen OP-Infrastruktur der Hirslanden Klinik Stephanshorn können wir besonders präzise und sicher operieren.

  • Bei einer klaren Nervenkompression, wie sie beispielsweise bei einem Bandscheibenvorfall auftritt, können ausstrahlende Arm- oder Beinschmerzen in 90–95 % der Fälle nachhaltig verbessert werden. Auch Rückenschmerzen können sich bessern, dafür ist jedoch manchmal mehr Zeit erforderlich. Für den Behandlungserfolg sind eine eindeutige Diagnose, eine passende Operationstechnik und eine gute Nachbehandlung entscheidend.

  • Bei klaren Ursachen, wie einem Bandscheibenvorfall oder einer Spinalkanalstenose, spüren viele Patienten bereits kurz nach der Operation eine deutliche Linderung der ausstrahlenden Schmerzen. Rückenschmerzen können sich ebenfalls verbessern, dafür ist jedoch manchmal etwas mehr Zeit erforderlich. Wir erklären Ihnen, was Sie in Ihrer persönlichen Situation erwarten dürfen.

  • Wie bei jedem Eingriff gibt es auch bei diesem Risiken, wie Infektionen, Blutungen oder Reizungen von Nervenstrukturen. Diese sind jedoch selten. Wir besprechen alle möglichen Risiken in Ruhe mit Ihnen und klären Sie individuell darüber auf, welche davon in Ihrem persönlichen Fall relevant sind.

  • Die meisten Patienten bleiben nach minimalinvasiven Wirbelsäulenoperationen zwei bis drei Tage in der Hirslanden Klinik Stephanshorn. Nach grösseren Eingriffen kann sich der Aufenthalt leicht verlängern. Entscheidend ist, dass Sie sicher mobil sind und eine gute Schmerztherapie erhalten.

  • Nach einem minimalinvasiven Eingriff sollten Sie sich etwa drei bis vier Wochen lang körperlich schonen. Spazierengehen ist früh möglich, schweres Heben oder Sport hingegen erst später. Nach stabilisierenden Operationen kann die Erholungszeit länger sein. Wir werden Ihnen eine individuelle Empfehlung geben, wann Sie wieder arbeiten, Sport treiben und Ihren Alltag bewältigen können.